Ansichten strukturieren den Workspace in Ebenen und zeigen Inhalte in der vom Nutzer definierten Form an. Im Marketingmanager-System sind verschiedene Grundansichten integriert, in die eine Vielzahl von Funktionen eingebettet sind. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom Ansichtsmodus ab, den das Marketingmanager-System automatisch bestimmt, oder die über eine Zuordnung einer individuellen Ansichtsvorlage erfolgt. Über Ansichtsvorlagen lassen sich für jede Aufgabe Workflow-Prozesse konfigurieren und visualisieren.
Die Aufgabenplanung und -verwaltung dient der Automatisierung des Systems. Im Marketingmanager-System können beliebig viele Aufgaben definiert werden. Eine Aufgabe besteht immer aus einem Auslöser (“Trigger“) und einer Aktion. Als Auslöser können Daten- und Dateiänderungen ebenso verwendet werden wie eine Zeitsteuerung. Bei den Aktionen steht u.a. die Ausführung von Import- und Exportkanälen zur Verfügung.
In Beziehungslisten werden Elemente mit anderen passenden Elementen aus dem Beziehungsnetz des Workspace verknüpft und in einer Detailansicht angezeigt. Beziehungslisten basieren auf Definitionen, in welcher Beziehung andere Elemente zum Referenzelement stehen. So können z. B. über Suchabfragen die passenden Marketingmaterialien und/oder Zubehörartikel in Beziehungslisten zu einem Artikel bestimmt und visualisiert werden.
Die Datei-Versionierung wird zum Archivieren ersetzter Dateien eingesetzt. Dabei können beliebig viele Strategien definiert und auf die verschiedenen Ordner angewendet werden.
Im Datenmodell wird anhand der internen Datenstruktur definiert,
- welche Merkmale für einen bestimmten Datenbereich zur Verfügung stehen sollen, und
- welche Zugriffsrechte und Sichtbarkeit im jeweiligen Datenbereich gewünscht sind.
Auf diese Weise wird die Menge der für einen bestimmten Datenbereich zur Verfügung stehenden Merkmale sinnvoll eingeschränkt und der Schreib-/Lesezugriff reguliert. Die Definition des Datenmodells beeinflusst die Verwendung des Beziehungsnetzes.
Freigaben dienen der manuellen Kontrolle von Prozessschritten und Verwendungsmöglichkeiten von Produktinformationen. Sie enthalten definierte Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit eine Freigabe erteilt werden kann. Diese Freigabe kann nur manuell durch einen qualifizierten Benutzer erfolgen.
Globale Filter ergänzen dynamisch die Ausführung anderer Suchabfragen in definierten Arbeitsbereichen. Sie werden in Suchabfragen definiert und stehen dann als Schaltflächen in den gewünschten Ansichten zur Verfügung. Globale Filter bewirken in eingegrenzten Arbeitsbereichen eine größere Übersichtlichkeit bei gleichen Strukturen.
Beispiel
Eine große Anzahl von Produkten folgt den gleichen Strukturen (Produktgruppe, Kollektion usw.) und unterscheidet sich nur in einem Punkt: dem Werk, in dem sie produziert wurden. Mit einem globalen Filter auf den Produktionsort können Ansichten auf die Standort-abhängigen Produkte beschränkt werden.
Merkmale beschreiben alle typischen und verwendeten Eigenschaften eines Elements, um das Element eindeutig zu charakterisieren. Dabei kann es sich sowohl um Element-Eigenschaften handeln (Element „Artikel“, Merkmal „Preis“: „49 €“), als auch um Meta-Informationen (Element „Artikel“, Merkmal „Freigabe-Ebene“: „Produktmanagement“).
Sobald im Marketingmanager eine Datenquelle angebunden ist, stehen die Quelldaten im Importkanal für das Mapping zur Verfügung. Dabei werden in den Spalten der Quelldaten-Tabelle die Merkmale zugeordnet, in die die Tabellenwerte übernommen werden sollen.
Namensregeln legen fest, welche Merkmale oder Merkmalskombinationen als eindeutige ID (UID) in den verschiedenen Bereichen verwendet werden. Für den Bereich „Stammdaten“ ist bereits standardmäßig das Merkmal „Artikelnummer“ vordefiniert.
Im Marketingmanager werden Suchabfragen eingesetzt, um aus dem gesamten Dateninhalt die gewünschten Elemente anhand ihrer Merkmale auszuwählen. Die Suchabfragen entsprechen – technisch gesehen – SQL-Abfragen und lassen sich mit UI-Werkzeugen zusammenstellen.
Mit Verifikationsregeln werden Bedingungen für Elemente definiert, die von den Elementen einzuhalten sind. Ebenso wird die Reaktion auf einen Verstoß gegen diese Regeln festgelegt (Warnung, manuelle Bestätigung, Fehler). Eine Überprüfung anhand der Verifikationsregeln wird in der Regel beim Datenimport und bei manuellen Eingaben eingesetzt.
Virtuelle Merkmale sind eine Sonderform der Merkmale, bei denen die Werte immer das Ergebnis einer “Berechnung” sind. Diese Merkmale enthalten keine Werte im üblichen Sinne, sondern „Verarbeitungsregeln“, mit denen die Rückgabewerte aus vorhandenen Merkmalen hergeleitet werden (z.B. Umrechnung von Zentimeter in Zoll).
Mittels Zuordnungsregeln wird das Regelwerk definiert, das im Zuge der Regelabarbeitung auf die entsprechenden Elemente angewendet wird. Auf diese Weise werden die vorhandenen Informationen angereichert und/oder miteinander verknüpft.